Elternfluesterer.de Das Übungsprogramm für den Umgang mit Kindern

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Erst lesen!

 Allgemeine Themen 

1 Fernsehregeln

2 Sprachprobleme

3 über Tod reden

4 Sexueller Missbrauch

5 sexuelle Aufklärung

6 Kind ist Aggressiv

7 Höflichkeit

8 Benehmen bei Tisch

9 weniger schimpfen

10 Nachwuchs kommt

11 Kleiner Tyrann

12 Geschwisterstreit

13 Krieg-Terror-Gewalt

14 Kind ist ängstlich

15 Kind hat Alpträume

16 Kind Lügt

17 Theater beim Essen

18 nerviges Trödeln

19 unanständige Worte

 Verkehrserziehung 

20 Grundregeln

21 Schulweg

Job und Erziehung 

22 Zeitinseln schaffen

23 Fernsehfalle!

24 Schlüsselmomente

25 Job und Kind

 Elternstreit

26 Erziehungsstreit

27 Das Kind lieben

 Ehekrise

28 Kind verschonen

29 Krise erklären

EMPFEHLUNGEN  

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Buch: Gestresste- Eltern

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Erziehen im Stress

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Thema Nr. 23

Erziehen im Stress - Job und Erziehung 2

Das Fernsehgerät kann gestresste Eltern entlasten

Eltern können das Fernsehgerät in der Erziehung durchaus sinnvoll nutzen und zur Entlastung einsetzen!

 Doch Vorsicht, die Fernsehfalle lauert!

 

Mehr zum Thema in diesem Elternbuch:

 Gestresste Eltern

Klicken Sie sich durch die Themen:

> Kinder gestresster Eltern schauen zu viel fern!

> Müssen Eltern dabei sitzen, wenn ein Vorschulkind fernsieht? - Nein!

> Seien Sie ganz nah, wenn es vor dem Fernsehgerät Ängste zeigt!

> Reden Sie die Lieblingssendungen Ihres Kindes nicht schlecht!

> Sorgen Sie für gemeinsame Fernseherlebnisse mit Gleichaltrigen!

> Wiederholungen entspannen das Kind und die gestressten Eltern!

> Kinder schauen aktiv - Kinder bewegen sich, reden, toben!

> Ihre Verantwortung: Die Altersangaben der Sendungen beachten!

> Begrenzen Sie die Zeit, die das Kind vor der Glotze verbringt!

> Zu viel fernsehen macht eindeutig dumm und verhaltensgestört!

> Erleichtern Sie mit dem Fernsehgerät Ihren Alltag!

> Diese Dinge haben unbedingt Vorrang vor dem Fernsehen!

> Die Fernsehpause vor der Nachtruhe!

> Fernsehen als Belohnung - Fernseh-Entzug als Bestrafung?

+ + "Mappe I" plus "Mappe II" plus "CD mit allen Texten" (auch Buch "Gestresste Eltern ...") und Grafiken zu Kinderfesten = 10,70 € >Erziehungspaket

Weiter zu > Kinder gestresster Eltern schauen zu viel fern!

 

 

 

 

Kinder, deren Eltern im Stress sind
schauen mehr (und zu viel) fern!

Wissenschaftliche Untersuchungen in allen Industrieländern belegen eindeutig, dass Kinder von allein erziehenden und berufstätigen Eltern sowie von Eltern in persönlichen und ehelichen Krisen besonders viel Zeit vor dem Fernsehgerät verbringen. 

Für Eltern mit wenig Zeit oder Kraft ist es verlockend, dieses so sehr fesselnde Medium als Entlastung zu nutzen. Doch aus der vermeintlichen Erleichterung wird  sehr schnell eine "Fernsehfalle", die nicht mehr los lässt und sich ausgesprochen negativ auf die Entwicklung der Kinder auswirkt. 

Doch mit Bedacht eingesetzt kann dem Fernsehgerät guten Gewissens eine Rolle als "Babysitter" bzw. "Kinderbetreuer" zukommen. Bedenken Sie dazu die folgenden Informationen auf dieser Seite!

Weiter zu > Eltern müssen nicht immer dabei sein, wenn ein Vorschulkind fernsieht?

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Müssen Eltern von Vorschulkindern dabei sitzen, 
wenn ihre Kinder fernsehen?

Sie müssen nicht grundsätzlich dabei sitzen, wenn Ihr Kind fernsieht! Das Fernsehgerät kann Sie also auch zeitlich entlasten. 

Doch je jünger das Kind ist und je unbekannter die Sendung, desto näher sollten Sie sich aufhalten. Ihr Kind braucht während und nach jeder Sendung einen erreichbaren Ansprechpartner, der bereit ist zuzuhören. 

Hat es keine Gelegenheit, über das Gesehene zu sprechen, so versucht es, die Eindrücke durch weiteres Fernsehen zu verarbeiten oder zu verdrängen. Auf diese Weise wird es unweigerlich zum notorischen „Viel-Seher“.

... seien Sie als Gesprächspartner in schnell erreichbarer Nähe!

Kinder erzählen gern, sie bewegen sich auch gern. Also springen sie selbst während spannender Film-Szenen auf, um sich mitzuteilen. Seien Sie dann da; Sie haben dafür Ihre Pause, sobald das Kind wieder zum Gerät eilt.

Ihr Kleines erwartet von Ihnen keine ausführlichen Gespräche über die Sendung; Ihr offensichtliches Interesse macht es schon glücklich. Fragen Sie es nicht aus! Es genügt, wenn Sie es erzählen lassen. Zeigen Sie, dass Sie seine Ängste, sein Mitgefühl, seine Wünsche, sein Erstaunen oder was immer es Ihnen ausdrücken möchte erkennen: 

„Das ist für dich aber spannend. / So stark möchtest du auch mal sein. / Du bist ja richtig aufgeregt.“

Signalisieren Sie, dass Sie das Ende einer Sendung wahrnehmen. Gerade einsame Kinder und Kinder in belasteten Familiensituationen schalten nicht gern ab und sind von Kanal zu Kanal auf der Suche nach einem Stück heile Welt. Das kann Ihnen nicht gleichgültig sein. Schalten Sie sich dazwischen: 

„Der Film ist schon zu Ende? / Hat dir die Sendung gefallen? / Erzähl mir davon! / Was hast du jetzt vor?“ 

Weiter zu > Seien Sie ganz nah, wenn es vor dem Fernsehgerät Ängste zeigt!

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Wenn das Kind vor dem Fernsehgerät Ängste zeigt,
so seien Sie ihm ganz nah!

Wenn Sie entdecken, dass das Kind bei einer Sendung ängstlich reagiert, so schalten Sie das Gerät nicht plötzlich gegen seinen Willen ab. Das bewirkt Neugier und heimliches Sehen. Das Kind wird seine Gefühle demnächst vor Ihnen verstecken, weil es fürchtet, dass Sie meckern oder wieder abschalten. 

Seien Sie in solchen Situationen lieber nah bei ihm, geben Sie ihm Schutz: 

„Sollen wir das ausschalten? - Nicht? - Soll ich mich zu dir setzen?“

Weiter zu > Reden Sie über die Lieblingssendungen Ihres Kindes nicht abfällig!

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Machen Sie die Lieblingssendungen Ihres Kindes nicht schlecht!

Werten Sie seine Lieblingssendungen nicht mit Bemerkungen ab wie: „Ach so ein Mist“ oder „Kannst du nicht mal etwas anderes sehen“. 

Ihr Kind spürt dadurch, dass es Wünsche hat, die von Ihnen nicht ernst genommen und nicht verstanden werden. Es verliert die Lust, Ihnen etwas zu erzählen. 

Lassen Sie sich erzählen, warum es Sendungen bevorzugt und andere ablehnt.

 Versuchen Sie, seine Gefühle zu verstehen statt zu verurteilen: 

„Das gefällt dir, dass der vor nichts und vor niemand Angst hat! / Das fandest du doof, wie der sich verhalten hat.“

Weiter zu > Sorgen Sie für gemeinsame Fernseherlebnisse mit Gleichaltrigen!

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Sorgen Sie für gemeinsames Fernsehen mit Gleichaltrigen
- dann dürfen Sie sich gern zurückziehen! 

Es bringt Ihnen noch mehr Entlastung, wenn das Kind mit Geschwistern oder im Freundeskreis fernsieht. Einen Großteil Ihrer Rolle als Gesprächspartner nimmt Ihnen dann diese Gemeinschaft ab. 

Das gemeinsame Schauen macht zudem mehr Freude; Spannungen werden besser abgebaut: 

„Was hältst du davon, dass wir für Samstag einen Videonachmittag organisieren? / Wollen wir für Dienstag Inga zur gemeinsamen Fernsehstunde einladen?“

Weiter zu > Wiederholungen entspannen das Kind und die gestressten Eltern!

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Kinder lieben Wiederholungen
- das entspannt auch gestresste Eltern!

Bekannte Sendungen, die schon mehrfach gesehen wurden und über die man bereits ausführlich gesprochen hat, können auch die ganz Kleinen allein ansehen. 

Zeichnen Sie dazu Sendungen auf. Kinder brauchen Wiederholungen. Es ist doch für Sie und das Kind entspannend, wenn es zu bestimmten Zeiten und Anlässen immer wieder und wieder denselben Film sieht. 

Je mehr eine Sendung dem Kind bekannt und von ihm verarbeitet ist, desto selbstverständlicher können Sie das Gerät gelegentlich als "Kindermädchen" einsetzen.

Weiter zu > Kinder schauen aktiv - Kinder bewegen sich, reden, toben!

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Kinder schauen aktiv fern 
- sie wollen auch vor dem Gerät reden und sich bewegen

 

Die Kleinen haben andere Sehgewohnheiten als Erwachsene. Innere Abläufe werden bei Kindern in äußere Aktionen umgesetzt. Für die direkte Verarbeitung der Eindrücke ist es daher wichtig, dass sie sich dabei bewegen, dass sie dazwischensprechen und Geräusche machen dürfen. 

Wenn Sie also Ruhe suchen
- dann nicht mit dem Kind vor dem Fernsehgerät!

Durch Bewegung und Unachtsamkeit reduzieren Kinder die Vielfalt der Eindrücke. Gut so, dass Kinder nicht gleich beim ersten und auch noch nicht beim zweiten Ansehen eines Fernsehfilmes alles mitbekommen! Lassen Sie es also unaufmerksam sein.

Konzentration und Rücksicht vor dem Ruhebedürfnis anderer lernt es nicht vor dem Fernsehgerät. „Still sitzen, Mund halten“, sollten Sie dann nicht vom Kind fordern.

Wenn Sie selbst Ruhe suchen, so suchen Sie diese bitte nicht gemeinsam mit dem Kind vor dem Gerät.

Weiter zu > Ihre Verantwortung: Die Altersangaben der Sendungen beachten!

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Ja, das Fernsehgerät kann Babysitter sein;
es kann Sie entlasten. 

Doch: Ihre Verantwortung bleibt!

Beachten Sie die Altersangaben der Sendungen!

Machen Sie in der Familie frühzeitig und grundsätzlich deutlich, dass es für verschiedene Altersstufen unterschiedliche Fernseh-Angebote gibt. Beschränken Sie den Fernsehkonsum Ihres Kindes auf Sendungen, die speziell für seine Altersstufe konzipiert sind. 

Glauben Sie nicht, dass Sie dem Kind einen Gefallen tun, wenn Sie es Filme, die seinem Alter nicht entsprechen, mit ansehen lassen!

Wenn mehrere Kinder unterschiedlichen Alters in der Familie sind, so wird nicht auszuschließen sein, dass auch die jüngeren Sendungen mit anschauen, die nicht für ihr Alter produziert sind. Sprechen Sie aber mit den älteren Geschwistern über die Verantwortung, die sie haben. Seien Sie in Ihren Verordnungen jedoch nicht zu rigoros; durch strikte Verbote erreichen Sie nur, dass die Neugier noch größer wird. Haben Sie dagegen ein offenes Ohr, sodass Ihr Kind Ihnen alles sagen kann und mit Ihnen insbesondere über die Sendungen spricht, die es überfordern und irritieren.

Weiter zu > Begrenzen Sie die Zeit, die das Kind vor der Glotze verbringt!

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Begrenzen Sie die Zeit, 
die Ihr Kind vor der Glotze verbringt!

Lassen Sie es nicht zum Vielseher werden!

Viele Kinder verbringen mehr Zeit am Bildschirm als mit altersgerechtem Spiel. Das schadet eindeutig der kindlichen Entwicklung!

Wenn das zentrale Nervensystem eines Kindes derart überfordert wird, sind Verhaltensstörungen wie Aggressionsausbrüche und Konzentrationsmangel sowie Ängste und schlechte Träume die Folge. Streit in der Familie, Überlastung der Eltern verstärken diese Folgen noch.

Bei „Vielsehern“ ist jede einzelne Sendung, die sie weniger sehen, ein sinnvoller Beitrag für die geistige, emotionale und körperliche Entwicklung! Bestimmt das Fernsehen den Tagesablauf Ihres Kindes oder gar das ganze Familienleben, so greifen Sie für eine gewisse Zeit zu drastischen Methoden: 

Legen Sie einen fernsehfreien Tag pro Woche ein. / Verzichten Sie in den Ferien und im Urlaub ganz auf das Gerät. / Packen Sie das Gerät in einen Karton im Keller oder auf dem Dachboden und holen Sie es nur zu bestimmten, eingeplanten Sendungen hervor. / Nehmen Sie Sendungen auf und schauen Sie nur Aufgezeichnetes nach Plan.

 Weiter zu > Zu viel fernsehen macht eindeutig dumm und verhaltensgestört!

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Das Fernsehen unterhält Ihr Kind 
und schafft Ihnen Freiräume - das ist gut so! 

Doch Glauben Sie nicht, fernsehen könne Ihr Kind bilden!

Zu viel Fernsehen macht eindeutig dumm und verhaltensgestört!

Geben Sie sich nicht dem Irrtum hin, Fernsehsendungen würden Ihr Kind bilden. Das stimmt nicht und ist nur eine einfache Entschuldigung. Es gibt mittlerweile sehr sichere Erkenntnisse darüber, welchen Beitrag das Fernsehen für die Entwicklung von Kindern leisten kann: Fernsehsendungen ersetzen nicht die persönlichen Erfahrungen; sie ergänzen und vertiefen sie lediglich. Ein Film ersetzt z.B. nicht den Besuch eines Zoos. Hat ein Kind allerdings die Tiere schon gesehen, so kann es durch einen Film weitere Informationen darüber aufnehmen. 

Ein Kind muss also in erster Linie spielen, malen, toben, bauen, basteln und sich immer wieder unterhalten. Es muss die reale Welt erleben und erforschen, damit es die "Fernsehwelt" verarbeiten kann.

Ebenso verhält es sich bezüglich der sozialen Verhaltensweisen: Das Kind lernt sie im direkten Umgang mit Menschen – das Fernsehen verstärkt die im mitmenschlichen Kontakt erworbenen Einstellungen und Verhaltensweisen lediglich.

Es scheint oft so, als seien Kinder, die oft und lange vor dem Gerät sitzen, sprachlich gewandter. Der Eindruck täuscht. Diese Kinder bleiben schon während der Grundschulzeit in ihrer sprachlichen Entwicklung hinter jenen zurück, deren Fernsehkonsum eingeschränkt ist und die mehr Zeit damit verbringen, mit anderen Kindern und Erwachsenen zu sprechen.

Dass andere Kinder auch viel oder gar mehr sehen, darf für Sie kein Argument sein. Die Zahl der durch übermäßigen Fernsehkonsum verhaltensgestörten, körperlich, geistig und seelisch beeinträchtigten Kinder ist zu groß. Reihen Sie Ihr Kind da nicht freiwillig ein; heben Sie es heraus.

Es täuscht, wenn Ihr Kind vor dem Fernsehgerät sehr zufrieden wirkt. Jedes "gesunde" Kind  würde das, was es so gern sieht, lieber selbst erleben: die kleinen Abenteuer, den Besuch im Zoo, die Bootsfahrt, das "Rumblödeln" mit den Eltern usw.

Machen Sie es sich also nicht zu leicht. Fernsehsendungen können lediglich eine Ergänzung zu Ihrer Erziehung sein. Sie als Eltern bleiben der wichtigste Faktor. Wechseln Sie sich mit dem Gerät aktiv ab. Bringen Sie sich immer wieder ein.

Weiter zu > Erleichtern Sie mit dem Fernsehgerät Ihren Alltag!

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Erleichtern Sie mit dem Fernsehgerät Ihren Alltag; doch ordnen Sie den Fernsehkonsum!

Verbote durchzusetzen ist anstrengend. Zumeist haben Sie dazu zu wenig Zeit und Kraft, sodass das Kind im Endeffekt diese Auseinandersetzungen gewinnt.  Der ständige spontane Streit um den angemessenen Fernsehkonsum ist nervenaufreibend. Um Ihre Verantwortung wahrzunehmen, bleibt Ihnen nur die vorausschauende, einvernehmliche Planung.

Überlegen Sie am besten schon am Wochenende, welche Sendungen in der kommenden Woche angesehen werden: 

„Wir machen einen Plan für die ganze Woche und streichen in der Fernsehzeitung die Sendungen mit dem Textmarker an, die du dir ausgesucht hast.“

Beteiligen Sie das Kind aktiv bei der Aufstellung dieses Wochenplanes. Lassen Sie es mit in die Fernsehzeitung schauen und, sobald es lesen kann, auch selbst die ‚Regie’ der Planung übernehmen. Seien Sie innerhalb des vorgegebenen Rahmens (Dauer und Altersgerechtheit) großzügig bei der Berücksichtigung seiner Wünsche: 

„Was sind deine Vorschläge für die nächste Woche? / Welche Beschreibung steht dazu in der Fernsehzeitung?“

Weiter zu > Diese Dinge haben unbedingt Vorrang vor dem Fernsehen!

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Einige Dinge haben unbedingt Vorrang vor dem Fernsehen!

Klar und verbindlich geregelt sollte sein, dass Verpflichtungen wie die Schulaufgaben oder die Aufgaben, die in der Familie verteilt wurden, erledigt sind, bevor das Gerät angeschaltet wird: 

„Es ist selbstverständlich, dass du erst deine Aufgaben erledigst. Dass wir unsere Regelungen einhalten, ist wichtiger, als dass du jetzt diese Sendung siehst. Wir gehen im Chaos unter, wenn wir uns nicht an unsere Ordnungen halten. Melde deine besonderen Wünsche bitte schon bei der gemeinsamen Planung an. Wenn du Änderungen wünschst, so nenne sie zumindest am Abend vorher. Nein, ich bin nicht bereit, jetzt und so plötzlich eine Ausnahme zu machen!"

Weiter zu > Die Fernsehpause vor dem Schlafen!

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Wichtig: Die Fernsehpause vor dem Schlafen!

Berücksichtigen Sie bei der Planung, dass zwischen dem Fernsehen und dem Schlafengehen eine Pause bleibt. 

In weniger als einer halben Stunde kann Ihr Kind das Gesehene nicht verarbeiten. Gemeinsam brauchen Sie Zeit für das ‚Gute-Nacht-Ritual'. Der gemeinsame Ausklang des Tages ist wichtiger für Ihr Kind als jede Fernsehsendung.

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Das ist Tabu: 
Fernsehen als Belohnung oder Fernseh-Entzug als Bestrafung!

Belohnung und Bestrafung sind etwas emotional Bedeutendes im Leben des Kindes. Belohnungen hat man immer wieder gern und was entzogen wird, will man hinterher umso mehr. Wenn Sie Sendungen als Belohnung oder Fernsehentzug als Bestrafung einsetzen, geben Sie dem Gerät zu viel Gewicht im Gefühlsleben Ihres.

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© www. Kinder-Initiative.de    Verantwortlich: Dipl.-Päd. Pfarrer Frank Maibaum / www.frank-maibaum.de     Stand: 20. November 2011