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Erziehen im Stress |
> [Startseite] Thema Nr. 3
Klicken Sie durch die Kapitel: > Erklären Sie Geburt, Leben und Sterben! > Sprechen Sie über Ihre Trauer! > Besuchen sie einen Friedhof! > Nehmen Sie das Kind mit zum Kondolenzbesuch! > Besuchen Sie mit Ihrem Kind eine Beerdigung! > Antworten Sie ehrlich auf seine Fragen nach Tod und Sterben!
Erklären Sie Geburt, Leben und Sterben!Erklären Sie dem Kind die unterschiedlichen Lebensphasen des Menschen von der Geburt bis zum Tod. Dazu eignen sich entsprechende, kindgerechte Sachbücher. Im Kindergarten und in Bibliotheken gibt man Ihnen gern Empfehlungen. Auch mit Hilfe von Fotoalben der Familie und Gesprächen über das unterschiedliche Alter von Familienangehörigen lässt sich die Entwicklung eines Menschen verfolgen: "Sieh mal, so sahst du aus, als du gerade geboren warst. Ich war auch mal ein kleines Baby. ... Bis man so etwa sechzehn Jahre alt ist, wächst man. Dann nicht mehr. Ja, Papa ist etwas dicker geworden. ... Wenn man so alt ist, braucht man nicht mehr zur Arbeit zu gehen. Dann werden die Haare grau und ganz weiß. Ja, bei Oma sieht man das nicht, die hat sich die Haare gefärbt. Alte Menschen sind oft ganz schwach. Manche sind dann wieder so hilflos wie ein kleines Baby und müssen gefüttert werden. Ja, manche sind auch stark und gesund, bis sie ganz alt sind, so wie die Urgroßoma. ... Viel älter wird man nicht. Dann geht jedes Leben zuende; jeder Mensch stirbt." "... Ja, auch mein Leben geht einmal zuende; aber wir haben ja noch sehr, sehr viel Zeit miteinander." "... Ja, auch du wirst groß werden, erwachsen, alt und dann, irgendwann einmal wirst auch du sterben. Jedes Lebewesen stirbt irgendwann; dafür kann es aber auch viel erleben, kann sich freuen und traurig sein, kann glücklich sein und jemanden lieb haben – so wie wir uns lieb haben. Was gar nicht lebt, stirbt auch nicht, wie ein Stein z. B., dafür kann er aber auch nichts erleben." "... Nein, der liebe Gott kann nichts dagegen tun. Er hat keinem Menschen ein Leben ohne Krankheit, ohne Traurigkeit, ohne Abschied oder ohne Tod versprochen. Aber er hat versprochen immer da zu sein und uns immer lieb zu haben." > weiter zu: > Verstecken Sie die Trauer nicht - Sprechen Sie zum Kind über Ihre Traurigkeit!
Sprechen Sie offen und ehrlich über Ihre Trauer!Erklären Sie alles, was Ihr Kind wissen möchte, ehrlich, natürlich und möglichst sachlich – wobei Sie durchaus auch über Ihre Gefühle in Bezug auf Tod und den Verlust von Menschen sprechen. Ermutigen Sie auch andere Menschen (Großeltern, gute Bekannte), mit Ihrem Kind natürlich über eigene Erfahrungen von Verlust und Trauer zu sprechen: "Als sie starb, hab’ ganz viel geweint. Ich war so sehr traurig, dass ich nichts mehr essen mochte; und ich konnte gar nichts mehr tun. Ich saß ein paar Tage nur da und konnte nichts richtig tun. Manche Menschen haben versucht mir zu helfen; aber egal was die Menschen auch Liebes sagten, es half nicht. Es war schön, dass einige ganz still bei mir waren und mich gedrückt haben. ... Ganz langsam ist es gegangen, dass ich wieder an etwas anderes denken konnte. Ja, ich denke auch heute noch oft an sie. Aber es tut nicht mehr so sehr weh im Herzen und mir wird nicht mehr so schwindelig vor Trauer wie damals. Ich werde sie nie vergessen." > weiter zu: > Zeigen Sie Ihrem Kind einen Friedhof - erklären Sie die Bedeutung!
Besuchen sie gemeinsam einen Friedhof!Nehmen Sie Ihr Kind mit, wenn Sie Gräber verstorbener Menschen aus Ihrem Verwandten- bzw. Bekanntenkreis besuchen. In jeder Stadt sind Friedhöfe; gehen oder fahren Sie nicht immer nur daran vorbei; ein Kind sollte wissen, wozu dieser Fleck Erde da ist. Erkunden Sie einen Friedhof gemeinsam in Ruhe. Schauen Sie sich Gräber an; sprechen Sie über die unterschiedliche Gestaltung und die verschiedenen Formen und Aufschriften der Grabsteine: "Ja, auf den meisten Gräbern ist ein Kreuz. Das bedeutet: Gott breitet seine Arme aus und nimmt den toten Menschen bei sich auf; sieh, wie zwei ausgebreitete Arme sind diese Balken des Kreuzes; so als wenn Gott ruft: Komm du in meine Arme. Ja, es gibt auch andere Steine auf den Gräbern; ich denke, auch die anderen Formen sollen ausdrücken, dass der Gestorbene nicht vergessen wird und dass man ihn lieb hat." > weiter zu: > Besuchen Sie die Angehörigen von Verstorbenen - Nehmen Sie das Kind mit zum Kondolenzbesuch!
Nehmen Sie das Kind mit zum Kondolenzbesuch!Schließen Sie Ihr Kind nicht aus, wenn Sie Kondolenzbesuche machen; besonders dann nicht, wenn es eine Beziehung zu dem verstorbenen Menschen hatte: "Ich gehe nach dem Essen zur Nachbarin und sage ihr, wie Leid es mir tut, dass ihr Mann gestorben ist, und auch ganz traurig bin. Magst du mitgehen, du kanntest ihn doch auch sehr gut. Wir brauchen ja nicht viel zu sagen, nur damit sie sieht, dass wir an ihn und sie denken und sie nicht ganz allein ist." > weiter zu: Nehmen Sie das Kind zu einer Beerdigung mit!
Besuchen Sie mit Ihrem Kind eine Beerdigung!Besuchen Sie mit Ihrem Kind eine Beerdigung, bei der Sie und es nicht so sehr persönlich betroffen sind – wenn z. B. ein Nachbar oder entfernter Verwandter stirbt: "Herr Markwart ist gestorben. Seine Frau ist nun ganz allein. Sie war mit ihm verheiratet, seit sie eine junge Frau war. Nun ist sie sehr traurig. Da wollen wir sie nicht allein lassen. Wir gehen auch zu der Beerdigung und zeigen ihr damit, dass wir an sie und ihren Mann denken. Magst du mitkommen?" > weiter zu: > Beantworten Sie die Fragen des Kindes nach Tod und Sterben ehrlich und offen!
Antworten Sie ehrlich
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© www. Kinder-Initiative.de Verantwortlich: Dipl.-Päd. Pfarrer Frank Maibaum / www.frank-maibaum.de Stand: 20. November 2011 |