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1 Fernsehregeln

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12 Geschwisterstreit

13 Krieg-Terror-Gewalt

14 Kind ist ängstlich

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17 Theater beim Essen

18 nerviges Trödeln

19 unanständige Worte

 Verkehrserziehung 

20 Grundregeln

21 Schulweg

Job und Erziehung 

22 Zeitinseln schaffen

23 Fernsehfalle!

24 Schlüsselmomente

25 Job und Kind

 Elternstreit

26 Erziehungsstreit

27 Das Kind lieben

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Erziehen im Stress

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Thema Nr. 19

Unanständige Worte - böse Ausdrücke

Unser Kind schockiert uns mit unanständigen Worten! - Es benutzt Kraftausdrücke, und sexuelle Ausdrücke, schmutzige Worte! Sollen wir die verbieten? Was können wir tun?

Ein Auszug aus diesem Elternbuch:

 Erziehungsbuch

Klicken Sie durch die Kapitel:

> Lassen Sie sich von den Ihres Kindes nicht aus der Ruhe bringen!

> Verbieten ist bei Vorschulkindern nicht der ideale Weg!

> Nichtbeachtung ist zunächst das Beste Mittel!

> In der Familie verabreden Sie einheitliche Reaktionen!

> Dann: Sprechen Sie mit ihm Ihrem kleinen Racker über die "schlechten Worte"!

> Seien Sie gutes Beispiel - diese Grundregel der Erziehung gilt auch hier!

> Auch die Medien (Fernsehen insbesondere) haben Einfluss!

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Lassen Sie sich von den "bösen Worten" Ihres Kindes nicht aus der Ruhe bringen!

Oft hat ein Kind ein Wort aufgeschnappt (vielleicht an der Mimik und Gestik, wie es gesprochen wurde, wahrgenommen, dass es ein „besonderes“ Wort ist) und wiederholt es einfach. Die Reaktion der Umwelt ist es in der Regel, an der dem Kind deutlich wird, dass es mit diesem Wort „etwas bewirken kann“. Dabei spielt es für das Kind keine besondere Rolle, ob es damit Erstaunen, Belustigung oder Ablehnung provoziert. Es ist dann nur spannend, immer wieder zu testen, wie wohl auf seine Worte reagiert wird.

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Unanständige Ausdrucksweisen zu verbieten ist bei Vorschulkindern nicht der ideale Weg!

Verbieten Sie die Worte nicht. Durch Strafen fördern Sie eher den Gebrauch; das Kind lernt dadurch, dass es Sie damit reizen kann, dass es Macht über Sie hat, und dass es damit zeigen kann, wie groß oder klug oder selbstständig es schon ist.

weiter zu  > Nichtbeachtung ist zunächst das Beste Mittel!

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Nichtbeachtung der provokativen Ausdrucksweisen ist zunächst das Beste Mittel!

Lachen Sie nicht, schimpfen Sie nicht - überhören sie diese Worte einfach. Das ist der beste Weg, dass Ihr Kind das Interesse an schlechten Worten und Sätzen verliert. Um so kräftiger Sie bisher reagiert haben, wird das Kind jetzt versuchen, Sie zu provozieren; es hat ja gelernt, dass es klappt, wenn man nur hartnäckig genug ist. Lassen Sie sich nicht reizen, wechseln Sie einfach das Thema. Halten Sie das durch; wenden Sie sich ggf. auch kommentarlos ab, um Ihr Desinteresse zu unterstreichen.

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Zunächst: Sprechen Sie in der Familie darüber und verabreden Sie einheitliche Reaktionen!

Sprechen Sie mit den anderen Familienmitgliedern und Kontaktpersonen dieses Vorgehen der Nichtbeachtung ab. Nur wenn das Kind keine Verstärkung mehr erhält, wird dieses Verhalten „gelöscht“: 

"Wir müssen da an einem Strang ziehen; bitte beachtet das Verhalten nicht; es ist nicht gut, wenn ihr Freude zeigt oder gar über diese Worte lacht; er (sie) muss doch merken, dass damit keine Anerkennung zu gewinnen ist; mit diesen Reaktionen und dieser Beachtung schaden wir ihm (ihr) sehr."

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Dann: Sprechen Sie mit ihm Ihrem kleinen Racker über die "schlechten Worte"!

Warten Sie einen ruhigen Augenblick ab, um mit Ihrem Kind über die Bedeutung der Worte. zu sprechen. Lassen Sie Ihr Kind erklären und erläutern Sie ihm ggf. die Bedeutung und Unanständigkeit benutzter Worte. Scheuen Sie nicht zurück, vulgäre und sexbezogene Worte, die es aufschnappt, zu erklären: 

"Weißt du denn, was das Wort bedeutet? / Ich möchte dir gern erklären, was es heißt."

Machen Sie ihm freundschaftlich deutlich, dass es damit ganz unangenehm auffällt. Erklären Sie auch, dass vulgäre Ausdrücke das Gefühl mancher Menschen verletzen: 

"Ich glaube, du merkst nicht, dass du dich mit diesen Worten bei vielen Menschen sehr unbeliebt machst; das ist doch zu schade. / Ich weiß, dass sich die meisten Menschen vor diesen Worten ekeln, obwohl sie erst mal lachen; aber im Stillen denken sie: Warum redet das Kind nur so unanständig?"

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Seien Sie gutes Beispiel
- diese Grundregel der Erziehung gilt auch hier!

Es hat keinen Zweck, die negativen Äußerungen Ihres Kindes nicht zu beachten, wenn Sie selbst, Familienmitglieder oder andere Kinder eine vulgäre Sprache benutzen. Finden andere damit Beachtung, dann wird Ihr Kind immer wieder versuchen, auch damit erfolgreich zu sein: 

"Wir müssen mit gutem Beispiel vorausgehen; wenn er (sie) hört, dass wir so sprechen, dass wir das gut finden und darüber lachen, kann er (sie) es uns doch nur nachmachen. Wir müssen hier unsere Verantwortung sehen; lasst uns in der Wortwahl vorsichtiger sein; lasst uns gegenseitig daran erinnern, wenn uns solche Worte wieder rausrutschen."

Die gesamte „Sprachkultur“ in Ihrer Familie ist von Bedeutung. Seien Sie selbst mit Sprache und Wortwahl ein Vorbild. Gegenseitige Achtung und Anerkennung sollten den Umgangston in der Familie bestimmen; positives Reden über andere Menschen sollte eindeutig überwiegen. Beteiligen Sie sich nicht, wenn über andere Menschen „hergezogen“ wird. Haben Sie den Mut, zu widersprechen oder Gutes zu sagen, wo mit üblen Worten andere Menschen herabgesetzt werden: 

"Ich kann ja verstehen, dass ihr den nicht mögt; aber müsst ihr denn mit solchen Worten über ihn reden? Damit setzt ihr euch selbst ins Unrecht und dann könnt ihr auch nicht mehr gerecht urteilen."

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Auch die Medien (Fernsehen insbesondere) haben Einfluss!

Mit zunehmendem Alter werden Ausdrucksformen nicht nur durch die Familie, sondern auch durch das Fernsehen (Video) und den Freundeskreis mitbestimmt. Sicherlich müssen Sie bedenken, welche Sendungen gesehen werden (machen Sie sich sachkundig, wie eine sinnvolle „Medienerziehung“ geschehen kann) und mit welchen Kindern Ihr Kind Umgang hat. Doch mehr als das Verbieten ist auch hier die liebevolle, fördernde, aufklärende, deutliche Begleitung hilfreich. Erklären Sie auch hier, warum Sie auf eine Sprache Wert legen, die den anderen Menschen und seine Gefühle achtet. Setzen Sie ggf. deutliche Grenzen.

Wenn Sie eine DVD ausleihen, ist es am schönsten, wenn Sie den Film mit Ihrem Kind gemeinsam ansehen. Manche Kinder brauchen Zeit, um Inhalte zu verarbeiten. Die Fragen zum Film können auch noch Tage später kommen. Wenn Sie den Film gemeinsam gesehen haben, wissen Sie, wovon Ihr Kind spricht. Wenn Sie während des gemeinsamen Schauens erkennen, dass Ihr Kind den Inhalt nicht versteht oder Angst bekommt, können Sie direkt reagieren. Zudem können Sie bei sprachlichen Äußerungen, die Ihnen nicht behagen, gleich auf das Gesagte reagieren: 

"Merkst du auch, wie böse er (sie) redet? / Mit solchen schäbigen Worten verletzt er (sie) die Gefühle anderer Menschen. / Du solltest dir auf keinen Fall ein Beispiel daran nehmen! / Ich habe den Eindruck, er (sie) redet so, weil andere dann lachen – ich glaube nicht, dass er (sie) weiß, welchen Unsinn er redet."

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© www. Kinder-Initiative.de    Verantwortlich: Dipl.-Päd. Pfarrer Frank Maibaum / www.frank-maibaum.de     Stand: 20. November 2011