Elternfluesterer.de Das Übungsprogramm für den Umgang mit Kindern

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Erst lesen!

 Allgemeine Themen 

1 Fernsehregeln

2 Sprachprobleme

3 über Tod reden

4 Sexueller Missbrauch

5 sexuelle Aufklärung

6 Kind ist Aggressiv

7 Höflichkeit

8 Benehmen bei Tisch

9 weniger schimpfen

10 Nachwuchs kommt

11 Kleiner Tyrann

12 Geschwisterstreit

13 Krieg-Terror-Gewalt

14 Kind ist ängstlich

15 Kind hat Alpträume

16 Kind Lügt

17 Theater beim Essen

18 nerviges Trödeln

19 unanständige Worte

 Verkehrserziehung 

20 Grundregeln

21 Schulweg

Job und Erziehung 

22 Zeitinseln schaffen

23 Fernsehfalle!

24 Schlüsselmomente

25 Job und Kind

 Elternstreit

26 Erziehungsstreit

27 Das Kind lieben

 Ehekrise

28 Kind verschonen

29 Krise erklären

EMPFEHLUNGEN  

Mappe: Elternfragen I

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Erziehen im Stress

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Thema Nr. 14

Mein Kind ist eine kleine Klette - Es ist so anhänglich!

Unser Kind ist nicht nur zurückhaltend! - Es ist schüchtern und ängstlich. Immer "hängt" es an uns. Wie sollen wir damit umgehen?

Mehr zum Thema und 
Umgang mit Kindern im Erziehungsratgeber:

 Erziehungsbuch 1

Klicken Sie durch die Kapitel:

> So entsteht Ängstlichkeit und übertriebene Anhänglichkeit!

> Geben Sie Ihrem Kind das Gefühl der Sicherheit!

In besonderen Situationen muss Ihr Kind Ihre Nähe spüren!

> Das Kind muss lernen, wann es sich zurückhalten muss!

> Seien Sie bestimmt aber liebevoll!

> Was Sie zusätzlich tun können!

+ + "Mappe I" plus "Mappe II" plus "CD mit allen Texten" (auch Buch "Gestresste Eltern ...") und Grafiken zu Kinderfesten = 10,70 € >Erziehungspaket

 

 

 

Ängstlichkeit und übersteigerte Anhänglichkeit zu einer Bezugsperson entwickelt das Kind, wenn:

  •  die Bezugsperson längere Zeit krank war

  • das Kind selbst längere Zeit krank war

  • die Bezugsperson mit dem Kind bisher allein war und nun ein neuer Partner hinzukommt

  • die Bezugsperson oft abwesend sein muss (z.B. durch Berufstätigkeit)

  • ein Geschwisterchen oder eine andere Person plötzlich mehr Aufmerksamkeit erhält

  • das Kind merkt, dass seine Anhänglichkeit der Bezugsperson gut tut

  • das Kind nicht gelernt hat, mit anderen Menschen umzugehen.

weiter zu > Geben Sie Ihrem Kind das Gefühl der Sicherheit!

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Geben Sie Ihrem Kind das Gefühl der Sicherheit.

Dazu müssen Sie nicht ständig für Ihr Kind da sein.

Doch es hat ein Recht darauf, dass Sie im Laufe des Tages immer wieder mal ganz und gar für es da sind. 

Wenn Sie das Haus ohne Ihr Kind verlassen (sei es nur für kurze Zeit), so verabschieden Sie sich und zeigen auf, wie lange Ihre Abwesenheit dauern wird. Sprechen Sie über Gründe Ihrer Abwesenheit: 

"Ich gehe jetzt mal eben zu Inge nach nebenan; in zehn Minuten bin ich wieder da. Du kannst ja solange weiterspielen. Bis gleich. / Und dann um vier Uhr muss ich wieder zur Arbeit. Frau Erdmann ist ja da; sie wird dich dann auch ins Bett bringen. Wenn ich dann zurückkomme, schläfst du schon, aber ich komme noch leise in dein Zimmer und gebe dir ein Küsschen."

Waren Sie mal für längere Zeit nicht bei Ihrem Kind oder war der Kontakt durch Krankheit eingeschränkt, so zeigen Sie ihm die Freude darüber, dass Sie nun wieder bei ihm sein können. Wenn Ihr Kind seinen Schmerz der Entbehrung nicht in Worte fassen kann, so tun Sie es für das Kind. Schmerz muss sprachlich ausgedrückt werden, sonst „frisst er sich in die Seele“, und massive Trennungsängste können so entstehen: 

"Ich freue mich so sehr, dass ich wieder da bin. Komm in meine Arme. Ich weiß, es war nicht leicht für dich ohne mich. Aber ich bin ganz stolz, dass du Verständnis dafür hattest, dass ich nicht da sein konnte. Jetzt bleibe ich bei dir."

weiter zu >  In besonderen Situationen muss Ihr Kind Ihre Nähe spüren!

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Es gibt besondere Situationen in denen das Kind spüren muss, dass Sie es nicht allein lassen!

Wenn neue Lebensumstände dazu führen werden, dass Sie dann viel Zeit für andere Menschen oder Dinge aufbringen müssen (wie z.B. für die Partnerschaft, das kleine oder kranke Geschwisterkind, den Beruf oder den Hausbau), dann bereiten Sie das Kind frühzeitig darauf vor. Sprechen Sie mit ihm über diese Situationen und legen Sie Zeiten fest, in denen Sie für es da sind. Halten Sie diese Zeiten zuverlässig ein. Das Kind braucht besonders in neuen und kritischen Situationen einen Überblick über die zeitlichen Abläufe und auch seinen Anteil an Zuwendung: 

"Bald kommt das Brüderchen zur Welt. Wenn es dann noch ganz klein ist, werde ich mich viel um ihn kümmern müssen. Ja, sicher, mein Engelchen, dich habe ich dann genauso lieb. / Jeden Tag von vier Uhr am Nachmittag bis sieben Uhr am Abend werde ich dann nicht da sein. Wenn ich dann nach Hause komme, bist du aber noch wach; da bin ich dann ganz für dich da. Und am Sonntag unternehmen wir etwas gemeinsam."

weiter zu > Ihr Kind sollte wissen, wann es sich zurückhalten muss!

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Ihr Kind sollte wissen, wann es sich zurückhalten muss.

Legen Sie ausdrücklich mit dem Kind Zeiten fest, in denen Ihre Aufmerksamkeit ganz anderen Menschen und Dingen gehört - Ihrem Hobby, dem Geschwisterkind (wenn das aus der Schule kommt oder Sie bei dessen Hausaufgaben helfen), dem Partner bzw. der Partnerin (vor und nach der Arbeitszeit) und vieles mehr: 

"Du weißt, wenn Melanie aus der Schule kommt, kümmern wir uns ganz um sie. Wir möchten doch hören, was sie erlebt hat."

Legen Sie auch Zeiten und Orte fest, an denen Sie nicht gestört werden möchten, wie beim Mittagschlaf, auf der Toilette, beim Telefonieren. Klären Sie vorher und grundsätzlich, was das Kind in dieser Zeit tun kann; üben Sie das gegebenenfalls vorher ein. Bleiben Sie dann konsequent: 

"Von zwei Uhr bis drei Uhr möchte ich dann ganz allein sein, ein bisschen dösen, träumen und lesen. Ich akzeptiere nicht, wenn man mich dann stört."

Achten Sie darauf, dass die Zeit, in der Ihr Kind sich zurückhalten muss, nicht zu lang ist. Es muss absehen können, dass das Telefonat oder die Fernsehsendung oder der Plausch mit der Freundin ein Ende hat. Erklären Sie ihm gegebenenfalls die Dauer vorher oder während der Tätigkeit: 

"Ich werde jetzt noch zehn Minuten telefonieren. Ich möchte dabei ungestört sein."

weiter zu > Zeigen Sie freundlich aber bestimmt Grenzen auf!

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Bleiben Sie freundlich aber deutlich!

Stört Sie das Kind bei einer Tätigkeit, so weisen Sie es kurz, freundlich aber bestimmt auf die Abmachung hin oder bitten es zu warten. Wenden Sie sich sofort wieder von ihm ab. Wenn Sie lange Erklärungen geben, sich dem Kind zuwenden oder es gar trösten, hat es den Eindruck, dass sein Stören erfolgreich war - es wird weiter so stören und Ihre Abmachungen waren umsonst: 

"Wir haben abgemacht – nicht auf dem Klo – warte bitte draußen, / Ich möchte noch eine viertel Stunde lesen, dann bin ich für dich da."

Vergessen Sie nicht, das Kind danach zu loben, wenn es erfolgreich auf Sie gewartet hat: 

"Das war sehr schön für mich, dass ich in Ruhe telefonieren konnte. Danke, dass du Geduld hattest. Nun bin ich für dich da!"

weiter zu > Was Sie darüber hinaus tun können

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Das können Sie zusätzlich tun,
um Selbstbewusstsein und Selbständigkeit zu fördern!

Wenn Sie das Gefühl haben, dass das Kind trotz den vorgeschlagenen Abmachungen und der ungebrochenen Zuwendung Ihrerseits immer noch klammert, empfiehlt es sich, es z.B. zum Gesangsunterricht oder in einer Tanzschule anzumelden, z.B. zum Ballettunterricht. So kann es durch Stimmübungen sowie dem Erlernen von speziellen Haltungsübungen den eigenen Körper besser kennenlernen und selbstbewusster werden. Musik kann unterstützend helfen, Hemmungen, Ängste und Sprachprobleme abzubauen. 

Musik und Tanz lässt das Kind sowohl auf körperlicher, charakterlicher als auch auf persönlicher Ebene wachsen. Außerdem hätte das Kind nun eine zusätzliche Beschäftigung, die es auch alleine ausüben könnte. Sie können diese Fortschritte begleiten, indem Sie es loben: 

„Das machst du prima. Ich finde es auch toll, dass du mir meine Freiräume lässt!“

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© www. Kinder-Initiative.de    Verantwortlich: Dipl.-Päd. Pfarrer Frank Maibaum / www.frank-maibaum.de     Stand: 20. November 2011