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Thema Nr. 15
Klicken Sie durch die Kapitel:
> Die "Alptraumphase" ist
im Vorschulalter ganz normal!
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Sprechen Sie mit dem Kind über seine unterschiedlichen Träume!
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Lassen Sie Ihr Kind Träume malen!
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Lassen Sie Ihr Kind wissen, dass Sie
seine Ängste ernst nehmen!
>
Hilft ein Gebet oder ein Schutzengel
gegen böse Träume?
Die "Alptraumphase"
- im
Vorschulalter ist sie ganz normal!
Während des Vorschulalters leiden viele Kinder in
erhöhtem Maße unter Alpträumen. Sie lernen in dieser Zeit aber
zunehmend, zwischen Traum und Wirklichkeit zu unterscheiden. Sie wissen
schließlich, mit den Träumen umzugehen. Somit verlieren die bösen Träume
ihre Bedrohlichkeit. Also dürfen Sie darauf vertrauen, dass auch die
Alpträume Ihres kleinen Lieblings auf ganz natürlichem Wege schwächer werden.
Wichtig
ist es, dass Sie Ihr Kind ernst nehmen und ihm das auch zeigen. Und, so störend
nächtliche Unterbrechungen auch sind, dass Sie in der Situation verständnisvoll
reagieren. Nehmen Sie Ihr Kind in den Arm und geben Sie ihm die Geborgenheit,
die es jetzt gerade braucht. So geschützt kann Ihr Kind wieder friedlich in den
Schlaf finden. Manchmal helfen dabei auch kleine Hilfsmittel wie Kinderlampen.
Ihr Kind kann so bei schlechten Träumen oder Albträumen
einfach das Licht anmachen und selbst Traum und Wirklichkeit unterscheiden.
Anfangs braucht Ihr Kind dazu sicherlich Ihre Hilfe. Später freut es sich vielleicht, wenn es sich selbst helfen kann.
Die „Alptraumphase“ geht also in der Regel vorüber.
Doch Sie sollten nicht einfach nur abwarten und darauf hoffen. Helfen Sie
Ihrem Kind aktiv, den Unterschied zwischen Traum und Wirklichkeit zu verstehen. Nicht jeden der meiner Ratschläge können Sie
verwirklichen. Wählen Sie nur einige der praktischen Hilfen aus, die Ihnen für Ihren
Erziehungsalltag sinnvoll und praktikabel scheinen.
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zu > Sprechen Sie mit dem Kind über seine unterschiedlichen Träume!
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Sprechen Sie mit dem Kind über seine
Träume
- über die bedrückenden sowie über die schönen!
Erklären Sie tagsüber, was ein Traum ist.
Verdeutlichen Sie, dass geträumte Erlebnisse keine Realität sind:
„Träume sind nicht echt. Wenn wir träumen, spinnt nur unsere Phantasie etwas rum.
Wenn wir tagsüber etwas Beängstigendes gesehen oder erlebt haben, kann
es sein, dass wir mitten im tiefen Schlaf, nur in Gedanken, daraus ein
Ungeheuer oder Monster bilden. Im Zimmer ist aber alles wie sonst, das
merkst du ja, wenn du aufwachst. Und in der Wohnung ist alles ruhig und
friedlich. Du kannst dann also wieder ruhig einschlafen.“
Lassen
Sie sich während des Tages die Träume und die Ängste der Nacht erzählen.
Bohren Sie jedoch nicht gleich am Morgen nach. Gut ist, wenn das Kind von
sich aus erzählt. Achten Sie auf entsprechende Bemerkungen. Warten Sie
aber nicht, bis die Träume zum Problem geworden sind. Stoßen Sie
gegebenenfalls das Gespräch an. Es bietet sich stets die Gelegenheit
dazu, denn jedes Kind träumt regelmäßig. Sprechen sie auch über die schönen Träume:
„Ich habe in dieser Nacht etwas ganz seltsames geträumt (...) Wie waren
deine Träume? / Ich hatte in der letzten Nacht einen sehr schönen Traum.
(...) Schade, dass ich dann wach wurde!“
Nehmen
Sie sich also immer wieder Zeit für solche Gespräche. Dies sollte grundsätzlich
in einer vertrauensvollen, ruhigen Atmosphäre geschehen. Machen Sie es
sich dann „gemütlich“. Schaffen Sie eine Situation, in der sich Ihr
Kleines wohl und geborgen fühlt. Lassen Sie es z. B. auf Ihrem Schoß
sitzen oder kuscheln Sie miteinander – Sie wissen, in welcher Atmosphäre
es sich entspannen kann. Denn dann koppelt sich die Ruhe mit der
Erinnerung, und auch wenn das Erlebnis wieder auftritt, bleibt etwas von
der Ruhe. Eine gute Gelegenheit ist das gemeinsame, entspannte Essen.
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zu > Lassen Sie Ihr Kind Träume malen!
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Lassen Sie Ihr Kind seine
Träume malen!
Motivieren Sie Ihr Kind, einen beängstigenden Traum
zu malen. Lassen Sie sich die Zeichnung genau erklären und sprechen Sie
darüber. Überlegen Sie mit ihm, was es im Traum tun könnte, um sich
gegen die Bedrohung zu wehren. Helfen Sie ihm dabei, auch diese
„Gegenwehr“ zu malen. So malt es z. B. einen Zauberstab, mit dem es
die Monster in kleine niedliche Tiere verwandelt oder ganz wegzaubert; es
malt ein grimmiges Gesicht, mit dem es sie in die Flucht jagt, ein Netz,
mit dem es sie einfängt oder Flügel, mit denen es wegfliegt, wenn es im
Traum gelähmt ist und nicht laufen kann:
„Siehst du, weil die Monster nur
Phantasie sind, kannst du sie auch mit deiner Phantasie vertreiben. Lass
dich nicht von deinen eigenen Träumen ängstigen; benutze deine
Phantasie, um sie zu schönen Träumen zu verwandeln.“
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zu > Nehmen Sie die Ängste des Kindes ernst!
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Lassen
Sie Ihr Kind spüren, dass Sie seine Ängste ernst nehmen!
Werten Sie die Ängste nicht schnell ab. So geht es
nicht: „Ach, dass muss einem doch keine Angst machen! / Stell dich nicht
so an, dass sind doch nur Träume!“ Und das ist natürlich ganz daneben:
„Wenn du dich vor einer solchen Kleinigkeit schon fürchtest, was soll
dann werden, wenn mal richtige Alpträume kommen!?“ Zeigen Sie unbedingt Verständnis für die Ängste:
„Ja, da hast du keinen schönen Schlaf gehabt! / Ja, ich kann mir gut
vorstellen, dass du da richtige Angst hattest!“
Nicht abwertend, sondern auf der Basis des Mitgefühls
und des Verständnisses erklären Sie immer wieder den Unterschied
zwischen Traum und Wirklichkeit. Überlegen Sie dann gemeinsam, wie man während
der Nacht mit einem Traum umgehen kann:
„Ich habe als Kind auch ganz fürchterliche Sachen geträumt. Ich träumte oft, dass mich ein gefährliches Tier
verfolgte und ich gar nicht richtig weglaufen konnte, denn ich war wie gelähmt.
Wenn ich dann vor Schreck wach wurde, hatte ich Angst, wieder
einzuschlafen. Aber ich habe mir dann selbst gesagt, „das ist ja nur ein
Traum, ich liege hier sicher im Bett und mir kann gar nichts passieren.
Mama schläft nebenan und ich schlafe jetzt auch wieder mutig ein!“
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zu > Hilft ein Gebet oder ein Schutzengel
gegen böse Träume?
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Hilft ein Gebet oder ein Schutzengel
gegen die bösen Träume?
Ja, es hat sich bewährt, schon im Laufe des Tages für
die Nacht ein beruhigendes Gebet gemeinsam zu formulieren und auswendig zu
lernen:
„Lieber Gott, wenn ich nun weiterschlafe, beschütze mich; dann brauche ich mich nicht zu fürchten,
denn du bist stärker als alles Böse zusammen. Du beschützt Mama, Papa,
meinen Teddy und auch mich. Gute Nacht, Amen.“
Statt eines Gebetes mögen Sie vielleicht lieber
einen Spruch miteinander einüben, den sich Ihr kleiner Schatz dann in der
Nacht vorsagt. Schon das selbstbewusste Sprechen während des Tages hilft
ihm, Kraft gegen die bösen Phantasien zu entwickeln. Wählen Sie einen
„Mutspruch“ aus oder entwickeln Sie einen gemeinsam mit Ihrem Kind:
„Gar nicht wahr - Nur ein Traum - Er zerplatzt wie Schaum! / Mama ist da, Papa ist da und der Traum ist gar
nicht wahr! / Gott ist mein Licht, ich fürchte mich nicht! / Der liebe
Gott bewahrt mich gut – So hab’ ich riesig großen Mut!“
Manchem Kind hilft es, wenn es einen Schutzengel als
Figur oder Bild im Zimmer hat. Der Engel kann dem Kind geschenkt oder mit
ihm gestaltet werden. Erzieherinnen haben oftmals Bastelvorlagen oder
Anregungen dazu. Erklären Sie dann Ihrem Kind die Symbolkraft des Engels:
„Gott ist stärker als alles Böse zusammen. Er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen
deinen Wegen – bei Tag und der Nacht. Dieser Engel ist das Zeichen dafür.
Wenn die Angst ganz groß wird, schau ihn an und stelle ihn dir dann als
Behüter vor, wenn du einschläfst.“
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